Mehrheit plädiert für bundesweiten Notruf per SMS
Zusammenfassung
- Vor allem Frauen wollen den Notruf per SMS
- Auch Eltern besonders oft pro SMS-Notruf
In jeder Gefahrenlage die richtige Nummer: 112
Unfall, Überfall oder Hausbrand: In solchen Fällen hilft europaweit die 112. Die Leitstelle schickt die entsprechenden Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettung zum Einsatz. Jedoch nicht jeder kann die 112 anrufen, zum Beispiel wegen einer Hör- oder Spracheinschränkung. Für solche Fälle gibt es in Berlin und anderswo Politprojekte, bei denen auch per Kurznachricht Hilfe angefordert werden kann. mingle-Trend fragte die Bürger: Soll ein Notruf per SMS bundesweit eingerichtet werden?
Allein 16 Millionen Bundesbürger sind schwerhörig und können im Notfall nicht per Telefon Hilfe ersuchen. Zudem können Ersthelfer nicht immer telefonieren: Zu laut, zu wenig Empfang, zu wenig Akku sind nur ein einige mögliche Gründe dafür. Es überrascht daher wenig, dass die Mehrheit der Deutschen (57%) für die zusätzliche bundesweite Einrichtung des SMS-Notrufs ist. Vor allem Frauen (66%) und Eltern (61%) plädieren dafür. Nur 20% der Bevölkerung lehnen dies ab, vermutlich vor allem aus Sorge, dass Scherzbolde die Nummer missbrauchen.
Egal, ob via SMS oder per Anruf: Hilfe holen kann Leben retten. Falls Sie einmal in dieser Situation sind, denken Sie an die 5 W: Wer ruft an, wo ist der Einsatzort, was ist passiert, wie viele Verletzte und das Warten auf Rückfragen.
Datenbasis der Befragung
Grundgesamtheit: Deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre
Stichprobe: 1.029 repräsentativ ausgewählte Personen
Erhebungszeitraum: 28.06.2012 bis 02.07.2012
Erhebungsverfahren: Online-Umfrage, Quotenstichprobe
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