72% fühlen sich im Internet durch den Staat überwacht
Zusammenfassung
- 18% stört potentielle Überwachung jedoch nicht
- Ostdeutsche besonders kritisch
„Nur weil du paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind.“ (Joseph Heller, Catch-22)
Die Diskussionen um die Vorratsdatenspeicherung, Datenschutz und die Sicherheit im Web halten die Netzgemeinde seit Monaten in Bann. Heute fühlt der neue mingle-Trend den Puls der deutschen Internetnutzer: Haben Sie den Eindruck, dass der deutsche Staat seine Bürger im Internet überwacht? Und wenn ja, stört es Sie überhaupt?
Mehr als die Hälfte der Deutschen hat den Eindruck, dass der Staat seine Bürger im Web überwacht und fühlt sich davon gestört (55%). Weitere 18% teilen zwar den Eindruck der Überwachung, sehen aber darin für sich persönlich kein Problem.
Das Gefühl einer diffusen Bedrohung der Privatsphäre durch den eigenen Staat teilen tatsächlich die meisten Bürger (72%). Besonders stark ist dies im Osten verbreitet (79%) – vielleicht auch durch die Erinnerung an den Spitzelapparat der Stasi?
Sicherheit und Datenschutz sind derzeit kaum aus den Medien und der Politik wegzudenken. Daher widmen wir uns dem Thema und fragen demnächst im mingle-Trend genauer nach: Wie stehen die Bürger eigentlich zur Vorratsdatenspeicherung?
Datenbasis der Befragung
Grundgesamtheit: Deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre
Stichprobe: 1.096 repräsentativ ausgewählte Personen
Erhebungszeitraum: 12.07.2012 bis 16.07.2012
Erhebungsverfahren: Online-Umfrage, Quotenstichprobe
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