Zusammenfassung
- Die Mehrheit der Deutschen sieht den Kampf für die Menschenrechte der Frauen als Hauptmotivation für Politiker, Verschleierung zu verbieten
- 30% der Befragten denken, dass die innere Sicherheit des Landes als Hauptmotiv für Regierungsvertreter gilt
- 22% glauben, dass Politiker Ganzkörperschleier aus Schutz vor der Ausbreitung des Islams verbannen wollen
Die Befragungsergebnisse im Überblick
Syrien, ein zu 80% von Muslimen bevölkertes Land, verabschiedete diese Woche ein Gesetz, dass Studentinnen das Tragen von Ganzkörperschleiern in der Universität untersagt. Die in mehreren Ländern geführte Debatte um ein Verbot der Vollverschleierung von Frauen hat nun auch die Politik in Deutschland erreicht. Doch welche Motive stecken hinter den Bestrebungen zahlreicher Politiker, die Verschleierung zu verbieten?
Die Mehrheit der Deutschen glaubt, dass Politiker die Ganzkörperschleier hauptsächlich aus Menschenrechtsgründen verbieten wollen. Das ist das Ergebnis der aktuellen mingle-Trend-Umfrage. Ganzkörperschleier gelten als menschenverachtend, da sie den weiblichen Trägerinnen jegliche Individualität rauben.
Weitere 30% der Befragten sehen die innere Sicherheit des Landes als Hauptgrund der Regierungsvertreter für ein Schleier-Verbot. Besonders die älteren Generationen und Personen mit niedriger Bildung vertreten diese Meinung. Oftmals werden verschleierte Personen mit Terrorismus in Verbindung gebracht, was zu Unsicherheit in der Bevölkerung führen kann.
Dass Politiker sich gegen eine Vollverschleierung aussprechen, weil sie das Land vor der Ausbreitung des Islams schützen wollen, hält schließlich jeder fünfte Befragte für wahrscheinlich, wobei die Zustimmung mit dem Alter abnimmt.
In Frankreich ist das Burka-Verbot so gut wie verabschiedet. Das spanische Parlament hingegen hat diese Woche entschieden, die Burka weiterhin zu erlauben. In Deutschland ist das Diskussionsende noch völlig offen.
Datenbasis der Befragung
Grundgesamtheit: Deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre
Stichprobe: 1.000 repräsentativ ausgewählte Personen, Erhebungszeitraum: 20.07. bis 21.07.2010
Erhebungsverfahren: Online-Umfrage, Quotenstichprobe











