23. Juli 2010 - Kategorie: Gesundheit, Politik

Pias Woche

Kein Vertrauen in die Gestalter des Gesundheitssystems

Zusammenfassung

  • 58% der Befragten vertrauen bei der Zukunftsplanung des Gesundheitswesens keiner Einflussgruppe
  • Knapp ein Drittel der Deutschen würde das Schicksal des Gesundheitssystems in die Hände der Ärzte legen
  • Die Befragten setzen mehr Vertrauen in gesetzliche als in private Krankenkassen
  • 2% zählen bei der Zukunft ihrer Gesundheit auf die Pharmaindustrie

Die Befragungsergebnisse im Überblick

Die Debatten über mögliche Reformen des Gesundheitssystems nehmen kein Ende – und finden viele Gegner. Nicht nur Patienten sind über höhere Beiträge verärgert, auch Ärzte sind unzufrieden mit der Gesundheitspolitik und treten in Streik.

mingle-Trend wollte von den Bundesbürgern wissen, welcher Lobby des Gesundheitswesens sie überhaupt noch Vertrauen schenken.

Das Ergebnis ist deutlich: Die große Mehrheit, fast 60% der Befragten, geben in der repräsentativen Umfrage an, keiner Lobby und somit weder Politikern, Ärzten, noch Krankenkassen oder der Pharmaindustrie zu vertrauen.

Mit 29% schneidet die Einflussgruppe der Ärzte bei den Deutschen noch am besten ab. Besonders Jugendliche vertrauen dieser Lobby, wenn es um die Zukunft des Gesundheitssystems geht.

Auf dem zweiten und dritten Platz finden sich die gesetzlichen und privaten Krankenkassen wieder, gefolgt von der Pharmaindustrie auf Platz vier.
Am wenigsten Vertrauen setzten die Befragten bezüglich der Zukunft von Förderung und Erhaltung der Gesundheit in Politiker. Nur ein Prozent der Männer glaubt, dass die Zukunft des Gesundheitswesens bei Politikern gut aufgehoben ist.

Die demographische Entwicklung mit einer längeren Lebenserwartung stellt eine große Herausforderung für die Neugestaltung des Gesundheitssystems dar. Bislang scheint eine optimale Lösung des Problems jedoch noch nicht gefunden zu sein.


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Datenbasis der Befragung

Grundgesamtheit: Deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre
Stichprobe: 1.000 repräsentativ ausgewählte Personen, Erhebungszeitraum: 20.07. bis 21.07.2010
Erhebungsverfahren: Online-Umfrage, Quotenstichprobe



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