Zusammenfassung
- Vor allem Akademiker für die Idee
- Geringverdiener haben die größten Zweifel
Mit Ministeuer gegen den Raubtierkapitalismus?
Gut Ding will Weile haben, heißt es. Das gilt wohl auch für eine Steuer für Transaktionen auf dem Finanzmarkt. Die Idee selbst ist mehr als siebzig Jahre alt und wurde Jahrzehnte lang abgelehnt. Durch die Eurokrise hat sich dies geändert. Nun sprechen auch Spitzenpolitiker wie Angela Merkel und Nicolas Sarkozy darüber, eine Steuer auf Geldtransaktionen einzuführen und somit Spekulationen zu begrenzen. mingle-Trend fragte die Deutschen: Sind Sie für die Einführung der Finanztransaktionssteuer?
Tobin-Steuer, Finanztransaktionssteuer, die Spekulanten an den Kosten der Krise beteiligen – die Idee hat viele Namen. Und einige Freunde: Jeder dritte Deutsche will, dass die Steuer eingeführt wird. Ein Vorteil der Idee: So kann man den computergesteuerten Turbohandel, bei dem ohne menschliches Zutun Milliarden bewegt werden, für jede Transaktionen besteuern und so dieses Modell unattraktiver machen. Vor allem für Akademiker (43%) ist das eine gute Idee. Anders sehen das vor allem Geringverdiener (33%). Hier überwiegt wohl die Sorge vor steigenden Preisen bei Geldgeschäften auch für den Normalbürger.
Klar scheint: Die Händler könnten auf andere Länder ausweichen und somit könnten auch Arbeitsplätze in der Europäischen Union vernichtet werden. Dass dennoch international so eifrig über die Transaktionssteuer diskutiert wird, zeigt vor allem eines: Die alten Wege stehen zur Diskussion und neue werden gesucht.
Datenbasis der Befragung
Grundgesamtheit: Deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre
Stichprobe: 1.102 repräsentativ ausgewählte Personen
Erhebungszeitraum: 19.01.2012 bis 26.01.2012
Erhebungsverfahren: Online-Umfrage, Quotenstichprobe
Autor: Andrea Lieske.
Andrea ist bei respondi für den mingle-Trend mitverantwortlich.












So lange Geld Geld verdienen darf wird es keinen sozialen Frieden geben
Es wäre Zeit, das die Spekulanten aufhören wahlweise nach gutdünken Preise zu manipulieren. Das sollte strafbar sein. Daher bin ich für eine generelle Spekulationsteuer egal ob es sich um Wertpapiere oder Öl handelt – das rumgeschiebe facht nur weitere Luftblasen auf den Märkten an. Siehe Immobilienkrise in den USA, oder auch bald in England, Spanien, oder in China.