Gesundheit

6 Juni 2011

Allyson Morgan

Angst vor EHEC kaum gestiegen (42%) – aber jeder Zweite ändert inzwischen seine Essgewohnheiten

Zusammenfassung

  • 82% der Menschen mit Angst vor EHEC ändern Essverhalten
  • Vor allem Männer nun besorgter als in der vergangenen Woche
  • Sorge wächst auch außerhalb Norddeutschlands

Keine Panik, aber bitte auch keinen Salat, keine Gurken, keine Sprossen ...

Die Zahl der EHEC-Erkrankungen nimmt weiter zu, auch die Zahl der Toten durch den Darmkeim steigt. Letzte Woche fürchteten 40% der Bürger um ihre Gesundheit. Jeder Dritte (35%) setzte auf eine Umstellung der Essgewohnheiten. mingle-Trend fragte nach: Wie sehen die Deutschen aktuell die Gefährdung durch das Bakterium? Machen Sie sich Sorgen wegen EHEC? Ändern Sie nun Ihre Essgewohnheiten?

In der letzten Woche fürchteten 40% der Deutschen wegen der Ausbreitung der Krankheit um ihre Gesundheit. Trotz täglicher Meldungen ist seitdem keine Panik wegen EHEC aufgekommen: Die Zahl der Besorgten stieg lediglich leicht auf 42% an. Vor allem Männer nehmen die Gefahr einer Erkrankung nun deutlich ernster (von 32% auf 37%). Auch in den Regionen außerhalb des am stärksten betroffenen Norddeutschlands steigt die Besorgnis der Bürger an.

Aber welchen Einfluss hat die Sorge wegen EHC auf die Essgewohnheiten der Bundesbürger? Der Einfluss der EHEC-Meldungen auf das Konsumverhalten steigt: Jeder zweite Deutsche (49%) ändert nun seine Essgewohnheiten aus Sorge vor dem gefährlichen Darmkeim. Besonders unter Männern stieg der Anteil der Vorsichtigen deutlich: Letzte Woche war nur jeder dritte Mann (35%) bereit, sein Essverhalten zu ändern. Heute sind es bereits 42% der Männer, die wegen EHEC anders essen.

Wie stark die Angst vor EHEC die Deutschen beeinflusst, zeigt sich in der Gruppe der Menschen, die sich wegen des Keims Sorgen um ihre Gesundheit machen: Die überwältigende Mehrheit (82%) isst nun anders.

Alle Ergebnisse der letzten Woche zum Vergleich finden Sie übrigens hier.

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Datenbasis der Befragung

Grundgesamtheit: Online Deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre
Stichprobe: 1000 repräsentativ ausgewählte Personen
Erhebungszeitraum: 26.05. bis 30.05.2011
Erhebungsverfahren: Online-Umfrage, Quotenstichprobe
Prozentwerte können rundungsbedingt abweichen.


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4 Kommentare

  1. CharLy H.-G. Wardelmann sagt:

    In meinem ganzen Leben habe ich niemals soviel Salat&Tomaten essen können wie in den vergangenen Wochen. Es war nicht nur ein unglaublicher Preisvorteil, die Ware wurde einem ja fast nachgeschmissen und ich habe es mir kosten lassen.
    Normal komme ich selten zu Salat und zum satt essen reichte es früher nie, aber nun habe ich für lange Zeit darin schwelgen können, es war super.
    War da noch was….? Ach ja, ich spiele auch Lotto jede Woche, schon über 30 Jahre die gleichen Zahlen aber ein grösserer Gewinn war auch noch nie dabei, warum also sollte…..?
    Und als Cosmopolit habe ich schon so viel überstanden das dies deutsche Verhalten einfach ein guter Beweis für „the german angst“ war.
    Grüsse von der Nordsee
    cu/charLy®

  2. Cane sagt:

    Nachdem es in allen Branchen beim Verbraucher nur noch um das billigste Schnäppchen geht, ist das jetzt das Ergebnis welches – sprichwörtlich – auf den Magen schlägt. Wenn wir Lebensmittel bewußter, gesünder ( Bio ) und weniger ( Fr) Essen würden, sind die Kosten nicht höher. Dann Lebensmittel aus der Region und der entsprechenden Jahreszeit ( Obst, Gemüse ). Wir lassen Tonnen aus entferntesten Gebieten für den billigsten Preis rankarren. Die Preise für Öl steigen dadurch weiter und weiter. Riesen Lebensmittelkonzerne pflastern die Städte zu mit Einkaufstempel und alle arbeiten nur noch von 6.00 – 22.00 Uhr in Schicht für 400,- €. Gute Nacht Zukunft.

  3. Gabriele sagt:

    Ich esse momentan lieber den Salat aus meinen eigenen Garten und warte bis meine Gurken und Tomaten reif sind und Sprossen mag ich nicht aber es ist schon richtig erst waren es Spanische Gurken jetzt sind es Sprossen was mag es morgen sein mir tun die Bauern leid die von diesen Gemüsesorten ihren Lebensstandart finanzieren und statt Panik zu machen sollten die lieber mal auf den Grund gehen

  4. Elke Eigner sagt:

    Wenn ich kleine Kinder hätte würde ich mein Essverhalten ändern, aber so nicht außerdem wird jeden Tag ein anderes Nahrungsmittel entdeckt, welches EHEC enthalten soll, was sollen wir denn dann noch essen.


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