Gesundheit

30 März 2015

Marjorie Navarro

Die Pille kostenlos für Hartz-IV-Empfängerinnen?

Zusammenfassung

  • Fast die Hälfte der Bürger ist für die kostenlose Abgabe der Pille auf Rezept an Hartz-IV-Empfängerinnen
  • Die Hälfte der Frauen befürwortet eine kostenlose Abgabe der Pille an Hartz-IV-Empfängerinnen
  • Über 50-Jährige am häufigsten für eine kostenlose Abgabe der Pille an Hartz-IV-Empfängerinnen

Hälfte der Frauen für die kostenlose Abgabe der Pille an Hartz-IV-Empfängerinnen

Pille

Die Frauen-Union der CSU hat in der vergangenen Woche den Vorschlag gemacht, die Pille an Hartz-IV-Empfängerinnen kostenlos auf Rezept abzugeben. Durch die Maßnahme sollen vor allem ungewollte Schwangerschaften und daraus resultierende Schwangerschaftsabbrüche verhindert werden. Der mingle-Trend hat die Menschen in Deutschland befragt, was sie über den Vorschlag denken.

Die repräsentative Umfrage zeigt, dass der Vorschlag die Meinungen der Bürger in Deutschland spaltet. Ziemlich genau die Hälfte der Befragten findet, dass die Pille für Hartz-IV-Empfängerinnen kostenlos sein sollte. 37% sind hingegen gegen den Vorschlag, während 14% aller Befragten unentschieden sind. Die über 50-Jährigen sind insgesamt die größten Befürworter der kostenlosen Pille für Hartz-IV-Empfängerinnen. Sie stellen die Altersgruppe dar, die mehrheitlich für den Vorschlag der Frauen-Union der CSU ist. Die befragten Frauen sind übrigens mit knapp 50% nur etwas häufiger für den Vorschlag als die Männer mit 47%.

Verhütung und Schwangerschaftsabbruch bleiben somit Themen, die in der Gesellschaft stark diskutiert werden und sehr unterschiedliche Meinungen hervorrufen. Es bleibt weiterhin die Frage offen, ob eine kostenlose Abgabe der Pille oder anderer Verhütungsmittel tatsächlich die Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche verringern würde. Sollte die Politik Ihrer Meinung nach überhaupt so weit in die persönliche Familienplanung eingreifen?


Datenbasis der Befragung

Grundgesamtheit: Online Deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre
Stichprobe: 1000 repräsentativ ausgewählte Personen
Erhebungszeitraum: 26.03.2015 bis 30.03.2015
Erhebungsverfahren: Online-Umfrage, Quotenstichprobe
Prozentwerte können rundungsbedingt abweichen.


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