Unterhaltung

25 April 2012

Allyson Morgan

Eurovision Song Contest: 24% wollen TV-Boykott gegen das Regime in Baku

Zusammenfassung

  • Vor allem Männer für Fernsehboykott
  • Ostdeutsche am stärksten dagegen

Die Glitzerwelt Eurovision Song Contest in einem Land ohne Bürgerrechte?

„Unser Star für Baku“ war nur der Auftakt für den Eurovision Song Contest. Hunderte Millionen Europäer bekommen Ende Mai erneut ein Musikfestival der Superlative geboten. Nur eines stört die bunte Show vielleicht: Dieses Jahr steigt die Schlagersause in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans. Das dortige Regime steht wegen massiven Menschenrechtsverletzungen in der Kritik. mingle-Trend fragte die Deutschen: Sollte das Fernsehen den „Grandprix“ boykottieren, weil er in Aserbaidschan stattfindet?

Die Welt schaut häufiger hin, seit Baku durch den Sieg des Duos „Ell & Nikki“ als Austragungsort feststeht. Geändert hat sich dadurch scheinbar nicht viel: Erst kürzlich wurden neue Fälle von Gewalt gegen Regimekritiker publik. Daher will jeder Vierte (24%), dass die europäischen Sender die Show nicht übertragen. Vor allem Männer (27%) sehen darin einen Weg, ein Zeichen gegen das Regime zu setzen.

Die Mehrheit jedoch lehnt einen Boykott ab (56%). Vor allem Ostdeutschen (63%) sind gegen diese Vermischung von Unterhaltung und Politik. Oder glauben sie vielleicht einfach nicht daran, dass solch ein Boykott etwas ändert?

Das Auswärtige Amt bewertet die Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Aserbaidschan als stark eingeschränkt. Nur wie passt das mit der bunten Glitzerwelt des Eurovision Song Contest 2012 samt tausenden begeisterten Touristen zusammen? Fest steht, die Show wird stattfinden und auch im deutschen Fernsehen gezeigt. Aber schalten die Deutschen auch ein?


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Datenbasis der Befragung

Grundgesamtheit: Deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre
Stichprobe: 1.045 repräsentativ ausgewählte Personen
Erhebungszeitraum: 19.04.2012 bis 23.03.2012
Erhebungsverfahren: Online-Umfrage, Quotenstichprobe


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