Wirtschaft

18 Juni 2012

Allyson Morgan

Für 82% der Arbeitnehmer gehören Überstunden zum Arbeitsalltag

Zusammenfassung

  • Kaum Unterschiede bei der Mehrarbeit zwischen Eltern und Kinderlosen
  • Vor allem viele Besserverdiener leisten viele Überstunden

„Das Leben ist kein Ponyhof. Es geht um Leistung. Du musst von morgens bis abends schuften wie ein Galeerensträfling." (Dieter Bohlen)

Trotz der Eurokrise floriert die deutsche Wirtschaft. Wohl ein Grund dafür sind die 2 Milliarden Überstunden, die deutsche Arbeitnehmer pro Jahr erbringen. Die Hälfte davon wird bezahlt oder ausgeglichen, die andere Hälfte schenken die Mitarbeiter ihrem Arbeitgeber. mingle-Trend fragte nach: Wer leistet in Deutschland die meisten Überstunden?

Für 82% der in Vollzeit Beschäftigten gehören Überstunden zu einer normalen Arbeitswoche dazu. 27% hängen jeden Tag ein paar Minuten dran und kommen so auf ein bis zwei Stunden zusätzlich pro Woche. Jeder Fünfte macht im Schnitt eine Stunde länger pro Tag (20%). Mit dem Gehalt steigen auch die Überstunden: 17% der Besserverdiener sind bis zu 15 Stunden länger im Büro, für 5% von ihnen übersteigt die geleistete Arbeit die vereinbarte Arbeitszeit sogar um als 20 Stunden pro Woche.

Ob Kitaausbau oder Betreuungsgeld, eine Frage ist in der Politik Jahren allgegenwärtig: Wie können Eltern Beruf und Familie unter einen Hut bringen? Unsere Ergebnisse zeigen, dass es gerade bei den Arbeitnehmern mit Kindern viel Bedarf an Unterstützung gibt. Immerhin schieben 82% der Eltern regelmäßig Überstunden, genau wie ihre kinderlosen Kollegen. Eine Vereinbarung von Familie und Karriere wird so zur Herausforderung.

Für die meisten Deutschen sind Überstunden Teil ihres Arbeitslebens. Sie wollen sich über Ihre Rechte rund um Arbeit und Überstunden informieren? Erste Informationen finden Sie im Internet, zum Beispiel bei Arbeitsrecht.de.



Datenbasis der Befragung

Grundgesamtheit: Deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre
Stichprobe: 1.093 repräsentativ ausgewählte Personen
Erhebungszeitraum: 14.06.2012 bis 18.06.2012
Erhebungsverfahren: Online-Umfrage, Quotenstichprobe


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