Politik

20 Juli 2015

Marjorie Navarro

71% glauben trotz neuer Kredite nicht an Verbleib von Griechenland in der Eurozone

Zusammenfassung

  • 71% glauben nicht, dass Griechenland langfristig in der Eurozone bleiben wird
  • Männer glauben eher an den Verbleib Griechenlands in der Eurozone als Frauen
  • 60 bis 69-Jährige glauben am häufigsten an Verbleib der Griechen in der Euros

Wenig Vertrauen in Besserung der griechischen Wirtschaftslage

Nachdem in der vergangen Woche Griechenland von der EU neue Kredite gewährt worden sind, muss die griechische Regierung jetzt neue Reformen umsetzen, um die Wirtschaft des Landes wettbewerbsfähiger zu machen. Doch wird dies ausreichen, damit das Land langfristig in der Eurozone bleiben kann? Wir haben die Menschen in Deutschland gefragt, wie sie die Situation einschätzen.

Der Glaube, das Griechenland noch die Kurve kriegt, scheint bei einer großer Mehrheit der Bürger in Deutschland nicht mehr vorhanden zu sein. Lediglich 29% glauben, dass Griechenland mit Hilfe der neuen Kredite und der damit verbundenen Reformen langfristig in der Eurozone bleiben wird. Dabei sind die befragten Männer etwas zuversichtlicher (31%) als die Frauen (26%). In den unterschiedlichen Altersgruppen sind die 60 bis 69-Jährigen am häufigsten optimistisch, was einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone angeht.

Auch wenn die neuen Kredite das Land nun zunächst einmal wieder mit Geld versorgen, bleibt es ungewiss ob Griechenland tatsächlich in der Eurozone bleiben wird. Das hängt sicher auch davon ab, ob die Umsetzung, der von der EU geforderten Reformen, stattfindet und ob die nächsten Kreditraten rechtzeitig zurückgezahlt werden können.


Datenbasis der Befragung

Grundgesamtheit: Online Deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre
Stichprobe: 1000 repräsentativ ausgewählte Personen
Erhebungszeitraum: 16.07.2015 bis 20.07.2015
Erhebungsverfahren: Online-Umfrage, Quotenstichprobe
Prozentwerte können rundungsbedingt abweichen.


Artikel-Tags


1 Kommentar

  1. Wulf Beyer sagt:

    die neuen Kredite nützen Griechenlands Wirtschaft wenig, sie dienen letztendlich ja nur dazu, die Gläubiger zu bezahlen. Die Forderungen der Gläubiger zu Reformen in Griechenland werden nur die Wirtschaft weiter schwächen, wie bisher geschehen.
    Die einzige Möglichkeit wäre ein absoluter Schuldenschnitt. Wobei zu bemerken wäre, daß die Hauptursache de Schulden u. A. die Forderung der NATO war, das Land im Interesse dieser aufzurüsten – hauptsächlich mit Rüstunsimporten aus Deutschland und Frankreich, deren Banken auch die Hauptgläubiger sind


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*



	

Das könnte Sie auch interessieren


Zurück