Politik

9 März 2012

Allyson Morgan

Klare Mehrheit gegen Extraabgaben für Kinderlose

Zusammenfassung

  • 40% der Eltern dafür
  • 87% der Kinderlosen dagegen

Familien fördern statt Kinderlose abstrafen?

Manchmal muss man einfach „Basta“ sagen, besonders als Kanzler. So versuchte Angela Merkel kürzlich die Diskussion über eine „Sonderabgabe für Kinderlose“ mit einem Machtwort im Keim zu ersticken. Die grundsätzliche Frage jedoch bleibt und ist Thema des neuen mingle-Trends: Ist es gerecht, wenn Kinderlose mehr in das Sozialsystem einzahlen als Eltern?

Die Meinung der Bürger ist klar: 73% sprechen sich für gleiche Steuern für Menschen mit und ohne Kinder aus. Besonders Frauen (76%) plädieren für die steuerliche Gleichstellung unabhängig vom Nachwuchs. Immerhin ist keineswegs jeder und jede freiwillig ohne Kind.

Für die Mehrabgabe für Kinderlose sind hingegen immerhin 40% der Eltern. Die Befürworter bedenken hierbei wohl vor allem die hohen Kosten für die lieben Kleinen sowie die Einschränkungen, die Eltern oft bei Themen wie Karriere und Gehalt erfahren. Im Gegensatz dazu fordern die Kinderlosen (87%) für Steuergleichheit für Menschen mit und ohne Kinder.

Der durchschimmernde Interessenskonflikt zwischen Eltern und Bürgern ohne Kind kann ohnehin auf andere Art besser gelöst werden: Bessere Förderung von Familien, Gleichstellung von Eltern im Beruf und Ausbau der Betreuungsangebote. Dies finanzieren alle Steuerzahler – und letztlich profitieren auch alle angesichts des demographischen Wandels davon. Ein gutes Thema für ein neues Machtwort, Frau Merkel!


You need to upgrade your Flash Player

Datenbasis der Befragung

Grundgesamtheit: Deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre
Stichprobe: 1.049 repräsentativ ausgewählte Personen
Erhebungszeitraum: 01.03.2012 bis 08.03.2012
Erhebungsverfahren: Online-Umfrage, Quotenstichprobe


Artikel-Tags


0 Kommentare


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*



	

Das könnte Sie auch interessieren


Zurück