Digitale Welt

7 August 2012

Allyson Morgan

Klare Mehrheit gegen jedwede Vorratsdatenspeicherung (65%)

Zusammenfassung

  • Vor allem Geringverdiener gegen die Datensammelei durch den Staat
  • Nur wenigen ist die Speicherung auf Vorrat egal

Datenkrake Staat?

Was haben Datenschutz und Terrorismus miteinander zu tun? Sie sind Hauptargumente im jahrelangen Streit um die Vorratsdatenspeicherung. Diese Sammlung von Bürgerdaten wird oft mit der Terrorabwehr begründet. Dabei werden die Telekommunikations-Verbindungsdaten von Bürgern auch ohne Verdachtsmoment gespeichert. mingle-Trend fragt nach: Wie stehen die Deutschen zur Vorratsdatenspeicherung?

Die Mehrheit der Deutschen spricht sich im neuen mingle-Trend klar gegen die Speicherung der Kommunikationsdaten durch den Staat aus (65%). Besonders Geringverdiener (70%) lehnen die Aufbewahrung von Informationen rund um erfolgte Telefonate und Mails ab. Der Widerstand gegen die Vorratsdatenspeicherung ist dabei unabhängig von der Bildung der Befragten: Ob Akademiker oder geringe Bildung, zwei von drei Bürgern sprechen sich gegen die „Sammelwut“ staatlicher Stellen aus.

Andere wiederum sehen in der Vorratsdatenspeicherung einen guten Weg für mehr Sicherheit (28%). Die meisten der Befürworter (23%) wollen den Sicherheitsbehörden dieses Recht jedoch wenn, dann nur befristet einräumen.

So oder so, egal ist die Datensammlung durch die Behörden nur den wenigsten (7%). Neue Skandale rund um die Sicherheit privater Daten bei Facebook und in den Meldeämtern fachen die Diskussion um den Datenschutz zusätzlich an. Im nächsten Wahlkampf wird sich wohl zeigen, wer dieses Thema für sich nutzen kann: Die Altliberalen von der existenzbedrohten FDP oder doch eher die Piraten als „Vertreter der Netzgemeinde“.



Datenbasis der Befragung

Grundgesamtheit: Deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre
Stichprobe: 1.083 repräsentativ ausgewählte Personen
Erhebungszeitraum: 02.08.2012 bis 06.08.2012
Erhebungsverfahren: Online-Umfrage, Quotenstichprobe


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