Politik

9 Juli 2014

Marjorie Navarro

Mehrheit gegen Anschaffung von Kampfdrohnen

Zusammenfassung

  • 62% sind gegen eine Anschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr
  • Frauen lehnen im Vergleich zu Männern die Anschaffung von Kampfdrohnen wesentlich häufiger ab
  • 35% lehnen jegliche Aufrüstung der Bundeswehr ab

Deutsche skeptisch gegenüber bewaffneten Drohnen

In der vergangenen Woche hat sich die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen für die Anschaffung von Kampfdrohnen ausgesprochen. Während Aufklärungsdrohnen im Afghanistan-Einsatz bereits von der Bundeswehr genutzt werden, verwendet Deutschland bisher keine bewaffneten Drohnen. Der mingle-Trend hat nachgefragt, wie die Menschen in Deutschland zu einer möglichen Anschaffung von Kampfdrohnen stehen.

Die repräsentativen Ergebnisse der 1000 befragten Menschen zeigen, dass eine Mehrheit die Anschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr ablehnt. Während 38% der deutschen Bevölkerung die Anschaffung der Drohnen befürworten, sind 62% gegen die Nutzung von Kampdrohnen. Von diesen 62% sind 35% gegen jegliche Aufrüstung der Bundeswehr und 27% speziell gegen die Anschaffung von Kampfdrohnen. Ein erheblicher Meinungsunterschied lässt bei diesem Thema zwischen Männern und Frauen erkennen. Während sich unter den Frauen 28% für eine Anschaffung von Kampfdrohnen aussprechen, sind es unter den Männern 49%. Insgesamt sind die Frauen in Deutschland wesentlich pazifistischer eingestellt als die Männer. 42% von ihnen sind gegen jegliche Aufrüstung der Bundeswehr, während es bei den Männern 27% sind.

Will die die Regierung bei der Anschaffung der Drohnen die Bevölkerung im Rücken haben, muss jedoch noch Überzeugungsarbeit geleistet werden. Zurzeit wird die Anschaffung von Kampfdrohnen von den Menschen in Deutschland überwiegend kritisch betrachtet. Glauben Sie trotzdem, dass in der Zukunft Bundeswehreinsätze ohne die Beteiligung von Menschen ausgefochten werden?


Datenbasis der Befragung

Grundgesamtheit: Online Bevölkerung in Deutschland ab 14 Jahre
Stichprobe: 1000 repräsentativ ausgewählte Personen
Erhebungszeitraum: 03.07.2014 bis 07.07.2014
Erhebungsverfahren: Online-Umfrage, Quotenstichprobe
Prozentwerte können rundungsbedingt abweichen.


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