Politik

2 Juli 2012

Allyson Morgan

Mehrheit gegen die Einheitsrente

Zusammenfassung

  • Vor allem Geringverdiener und Eltern pro Einheitsrente für alle
  • Besserverdiener am häufigsten dagegen

„Hungerlöhne schaffen Hungerrente.“ (Norbert Blüm, ehemaliger Arbeitsminister)

„Die Rente ist sicher!“ sagte Norbert Blüm einst. Eine unvergessene Aussage, die jedoch für viele Menschen in Zeiten von Langzeitarbeitslosigkeit und prekären Beschäftigungsverhältnissen nicht mehr gilt. Eine Idee zur gerechten Rentenverteilung, über die immer wieder diskutiert wird: Die Einheitsrente, bei der alle Rentner die gleiche Summe erhalten, unabhängig von ihrem vorherigen Lohn oder ihrer Lebensarbeitszeit. mingle-Trend fragte die Deutschen: Was halten Sie von einer Einheitsrente für alle Bürger?

Die Mehrheit der Deutschen lehnt die Einheitsrente für alle ab (58%). Vor allem Besserverdiener (67%) sind gegen das gleiche Altersgeld für jeden. Vielleicht aus Sorge, dass ihre eigenen Bezüge leiden würden?

Für eine solche Verteilung sind vor allem Geringverdiener (33%), die naturgemäß auch eine geringe Rente zu befürchten haben. Das niedrige Lohnniveau im Osten der Republik trägt sicher seinen Teil dazu bei, dass 35% der Ostdeutschen die Einheitsrente für eine sinnvolle Idee halten -deutlich mehr Menschen als zum Beispiel in den reicheren südlichen Bundesländern (23%). Hier greift ein anderer Satz von Norbert Blüm „Hungerlöhne schaffen Hungerrente.“

Auch Eltern (31%) unterstützen ein einheitliches Rentenniveau eher als Kinderlose (26%). Vielleicht weil bedingt durch Elternzeit und Teilzeitbeschäftigung mehr Eltern als Kinderlose Angst vor Altersarmut haben?

Sie machen sich Gedanken zum Thema Rente? Hier können Sie eine erste Kalkulation erstellen, wie viel Rente Ihnen im Alter bleibt.



Datenbasis der Befragung

Grundgesamtheit: Deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre
Stichprobe: 1.029 repräsentativ ausgewählte Personen
Erhebungszeitraum: 28.06.2012 bis 02.07.2012
Erhebungsverfahren: Online-Umfrage, Quotenstichprobe


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1 Kommentar

  1. Moser sagt:

    Das fängt schon bei denen an, die gleicher als andere sind.
    Die ersten, die gegen eine Einheitsrente sind, sind die, die für ihre Rente nichts getan haben (Politiker).
    Da wäre es vernünftiger eine Obergrenze für die Rente einzuführen.
    Das zehn- und mehrfache dessen, was ein „Normalbürger“, der „nur“ sein Leben lang gearbeitet hat, an Rente bekommt, ist unanständig!
    Die Herrschaften sollten auch daran denken, dass das letzte Hemd keine Taschen hat!


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