Gesundheit

17 Juli 2013

Marjorie Navarro

Deutsche suchen häufig medizinischen Rat im Internet

Zusammenfassung

  • 63% der Befragten haben schon einmal medizinischen Rat im Internet eingeholt
  • Frauen suchen häufiger (66%) medizinischen Rat im Internet als Männer (60%)
  • Die Gruppe der 50 bis 59-Jährigen lehnt medizinischen Rat aus dem Internet am stärksten ab (29%)

Werden wir zum Cyberchonder?

Der Reiz ist groß, bei körperlichen Beschwerden zunächst im Internet nach möglichen Ursachen und möglicher Linderung zu suchen, bevor der Weg zum Arzt angetreten wird. Mittlerweile bieten zahlreiche Internetseiten unverbindliche Beratungen an oder lassen betroffene Patienten in Foren miteinander diskutieren. Mit der gestiegener Nutzung von Smartphones hat auch die Anzahl der Gesundheitsapps, die Ferndiagnosen anbieten, zugenommen. Der mingle-Trend wollte daher wissen, ob die Befragten schon einmal medizinischen Rat im Internet eingeholt haben.

Die Auswertung zeigt, dass 63% der Befragten schon einmal medizinischen Rat im Internet gesucht haben. Die Befragten suchen vor allem auf Internetseiten nach Rat. Lediglich 1% hat schon einmal einen Arzt per Email kontaktiert und auch nur 1% hat schon einmal eine Gesundheitsapp auf dem Smartphone verwendet. Unter den 14 bis 19-Jährigen haben 5% dies schon einmal ausprobiert. Werden Frauen und Männer getrennt betrachtet, so lässt sich feststellen, dass Frauen (63%) häufiger im Internet medizinischen Rat suchen als Männer (56%).

Von denjenigen, die noch nie einen medizinischen Rat im Internet gesucht haben (37%), können sich dennoch 18% vorstellen, dies in Zukunft einmal auszuprobieren. 19% aller Befragten werden sich nach eigener Aussage auch in Zukunft nicht im Internet medizinisch beraten lassen.

Die Ergebnisse zeigen, dass der Trend eindeutig zur gesundheitlichen Beratung im Internet geht. Während in den USA verbindliche Diagnosen per Internetvideo bereits zugelassenen sind, ist dies in Deutschland weiterhin verboten. Können Sie sich vorstellen, dass dies auch in Deutschland eine Alternative zum Arztbesuch, zum Beispiel in Regionen mit geringer Arztdichte, werden könnte?


Datenbasis der Befragung

Grundgesamtheit: Online Deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre
Stichprobe: 987 repräsentativ ausgewählte Personen
Erhebungszeitraum: 11.07.2013 bis 15.07.2013
Erhebungsverfahren: Online-Umfrage, Quotenstichprobe
Prozentwerte können rundungsbedingt abweichen.


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