Politik

19 November 2013

Marjorie Navarro

Onlinemarktplätze bald stärker unter Kontrolle?

Zusammenfassung

  • 59% der Deutschen sind der Meinung, dass Hartz-IV-Empfänger beim Onlinehandel nicht stärker kontrolliert werden sollten
  • Männer fordern häufiger (34%) eine stärkere Kontrolle des privaten Onlinehandels als Frauen (25%)

Mehrheit sieht keinen Bedarf für stärkere Kontrolle

Die Bundesagentur für Arbeit plant Hartz-IV-Empfänger, die im Internet mit dem Handel von gebrauchten Artikeln Geld verdienen, in Zukunft stärker zu kontrollieren. Bisher zählen so erwirtschaftete Gewinne nicht als Einkommen, sondern als Vermögensumwandlung. Die Behörden planen aber diese Regelung zu ändern und vermehrt Daten über die Verkaufsaktivitäten von Hartz-IV-Empfängern zu erfassen. Der mingle-Trend hat nachgefragt, wie die Deutschen zu diesen Plänen stehen.

Die Ideen zur verstärkten Kontrolle durch die Bundesagentur für Arbeit auf Onlinemarktplätzen stoßen bei der deutschen Bevölkerung überwiegend auf Ablehnung. Fast zwei Drittel der Befragten sind gegen die geplanten Kontrollen der Hartz-IV-Empfänger. Dieses Ergebnis lässt sich fast gleichverteilt in allen Altersgruppen wiederfinden. Lediglich die 14 bis 19-Jährigen sind etwas häufiger für eine Kontrolle der Hartz-IV-Empfänger. Insgesamt unterstützen aber auch 30% der Befragten verstärkte Kontrollen auf Ebay und Co. Dabei sind die befragten Männer etwas häufiger dafür (34%), als die Frauen (25%).

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen dennoch, dass die Arbeitsagenturen es laut der Befragten nicht zu genau nehmen sollten. Vermutlich haben viele der Umfrageteilnehmer schon einmal selbst etwas auf einem Onlinemarktplatz verkauft. Häufig wird hier noch nur noch ein Bruchteil des ursprünglichen Preises des Artikels erzielt, weshalb man sich fragen kann, ob es sich dabei wirklich um einen finanziellen Gewinn handelt.


Datenbasis der Befragung

Grundgesamtheit: Online Deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre
Stichprobe: 1000 repräsentativ ausgewählte Personen
Erhebungszeitraum: 15.11.2013 bis 18.11.2013
Erhebungsverfahren: Online-Umfrage, Quotenstichprobe
Prozentwerte können rundungsbedingt abweichen.


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