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20. Oktober 2011 - Kategorie: Gesellschaft, Gesundheit

Redaktion: Andrea Lieske

Mehrheit will Alkoholverbot in Bus & Bahn (78%) und auf der Straße (53%)

Zusammenfassung

  • Komplettes Alkoholverbot in der Öffentlichkeit lehnt die Mehrheit ab
  • Vor allem Jugendliche gegen Einschränkungen beim Alkoholkonsum
  • Eltern und Senioren am häufigsten für Alkoholverbote

Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren?

Die Hamburger Verkehrsbetriebe verbieten seit kurzem den Konsum von Alkohol in Bussen und Bahnen sowie an Haltestellen. mingle-Trend fragte nach: Wie stehen Sie zum Alkoholverbot in Bus & Bahn? Sollte Alkohol auch auf der Straße oder sogar komplett in der Öffentlichkeit verboten werden?

In Hamburg liegt die Strafe bei 40,- Euro, wenn man auch in der Bahn nicht auf das Bier verzichten will. Die Deutschen unterstützen den Hamburger Weg: 78% befürworten einen komplett alkoholfreien ÖPNV. Vor allem Frauen (82%), Eltern (85%) und Senioren über 60 Jahren (92%) wollen den promillefreien Nahverkehr.

Betrunkene auf den Straßen, Wildpinkeln, Schlägereien … Einige Städte versuchen die Auswirkungen übermäßigen Alkoholgebrauches einzudämmen. Unter anderem Prag und das bayerische Bamberg verbieten jedweden Genuss von Bier & Co. außerhalb von Bars und Restaurant. Dabei stoßen die Ordnungshüter teilweise auf wenig Gegenliebe: Vier von fünf Jugendlichen lehnen das Verbot ab (79%). Die Mehrheit der Bürger (53%) unterstützt hingegen ein solches Verbot.

Weniger Freunde findet derweil ein komplettes Alkoholverbot in der Öffentlichkeit: Nur jeder Dritte lehnt jedweden öffentlichen Konsum von Bier und Wein ab. Zu stark ist wohl das gemeinsame Trinken in unserer Kultur verwurzelt: Anstoßen, Frühschoppen, „Piccolöchen“, Feierabendbier … Und eben manchmal einfach ein Glas als Genussmittel. Da gelten für viele wohl die Worte meiner Kollegin: „Kein Wein im Restaurant?! Hilfe!“

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Datenbasis der Befragung

Grundgesamtheit: Deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre
Stichprobe: 1.020 repräsentativ ausgewählte Personen
Erhebungszeitraum: 14.10. bis 18.10.2011
Erhebungsverfahren: Online-Umfrage, Quotenstichprobe



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