Lifestyle

19 Januar 2012

Allyson Morgan

Zeit oder Geld? Die Mehrheit will trotz Abzügen lieber früher in Rente

Zusammenfassung

  • Akzeptanz für Rente mit 67 am stärksten unter Jugendlichen
  • Männer setzen eher auf mehr Geld, Frauen auf mehr Zeit
  • Vor allem Mittvierziger haben wenig Lust noch so lange zu arbeiten

Weniger Geld, aber glücklicher?

Die Rente ab 67 Jahren wurde mit dem Jahreswechsel eingeführt. Ökonomen sprechen bereits davon, dass Arbeiten bis 67 noch zu wenig sei, um die Rentenkasse zu sichern und dem demographischen Wandel entgegen zu wirken. mingle-Trend fragte die Deutschen: Wollen Sie bis 67 arbeiten? Oder gehen Sie lieber früher in Rente und nehmen dafür Abschläge in Kauf?

Arbeiten bis 67 Jahre, natürlich topfit und in voll sozialversicherungspflichtigen Jobs – so schaut die Idee hinter der Erhöhung des Rentenalters Anfang 2012 aus. Im Gegenzug zum Ideal stehen allerdings die Erfahrungen vieler Älterer: Arbeitslosigkeit, das Abrutschen in geringfügige Beschäftigungen und der Eindruck, einfach nicht mehr gebraucht zu werden, macht ihnen die Teilhabe am Arbeitsmarkt schwer. Die Rente mit 67 stößt auf entsprechend wenig Gegenliebe: Nur jeder dritte Deutsche will so lange arbeiten. Ganze 64% wollen lieber Abschläge in Kauf nehmen, um früher in die Rente gehen zu können. Von den 40-Jährigen wollen sogar drei von vier Befragten (72%) lieber früher und mit weniger Geld in den Ruhestand.

Die Rente mit 67 ist da – nur willkommen ist sie den Bürgern nicht. Schon jetzt haben nur 23% der Menschen zwischen 60 und 64 Jahren eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitstelle. So behalten am Ende wohl die Kritiker aus den Gewerkschaften recht: Ohne ausreichende Maßnahmen zur besseren Eingliederung älterer Arbeitnehmer ist diese Erhöhung des Rentenalters de facto eine Rentenkürzung.

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Datenbasis der Befragung

Grundgesamtheit: Online Deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre
Stichprobe: 1079 repräsentativ ausgewählte Personen
Erhebungszeitraum: 12.01.2012 bis 16.01.2012
Erhebungsverfahren: Online-Umfrage, Quotenstichprobe
Prozentwerte können rundungsbedingt abweichen.


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4 Kommentare

  1. regina sagt:

    ich bin genau der gleichen Meinung,es ist eine Unart der deutschen Politik immer die Gutmenschen seien zu wollen ,natürlich nach außen. Für die eigenen Leute, die ihr ganzes Leben gearbeitet haben und zusätzlich, ohne groß auszusetzten noch zwei Kinder großgezogen haben, ist dann nichts mehr da, Eigentlich eine Schande . Ich bin 53 Jahre und habe immer einen Beitag zum Sozialprodukt beigetragen und muß biß zum 66. Lebensjahr arbeiten , wenn man mich läßt was ja auch schon eine enorme Rentenkürzung bedeutet . Ich habe mir meinen Lebensabend auch anders vorgestellt,

  2. Arne sagt:

    Wir in Deutschland lebenden müssen uns zu tode schuften, damit unsere Politiker das Geld an andere Staaten verteilen kann, die schon mit 55 in Rente gehen und auch noch mehr Prozent von Ihrer Rente erhalten.
    Ich bin jetzt 44 Jahre alt und ich glaube kaum, das ich noch irgend etwas von meinen jetzt oder bis zum 67. (bis jetzt) eingezahlten Beiträgen als Rente erhalten werde.

  3. Rudolf sagt:

    deshalb ist ja die Verlängerung der Lebensarbeitszeit in Wirklichkeit auch nur ne Rentenkürzung !!!

  4. Werner Horn sagt:

    man möchte im Alter ja noch ein paar schöne Jahre haben,und nicht am Stock in Rente gehen


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